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Sonntag, 1. bis Freitag, 6. September 2025

Reisebericht Vereinsreise
Ehem. Landw. Schule Liebegg - Südtirol

Unter der Leitung von Pius Schmid erkundete der Verein der Ehemaligen Landwirtschafts-Schule Liebegg im September die Sonnenseite der Alpen - das Südtirol

1. Tag | Sonntag, 1. September: Anreise Schweiz - Brixen (ca. 355 km)

Am Sonntagmorgen, 1. September trafen wir uns früh auf der Liebegg. Dieses Jahr geht unsere Vereinsreise ins Südtirol. Alle waren pünktlich und so konnte unser langjähriger Buschauffeur Rolf Brunner unter der Leitung von Pius Schmid mit 44 Gästen an Bord pünktlich um 7.00 Uhr starten.

Fahrt auf der Autobahn dem Zürich- und Walensee entlang zum Restaurant Marina in Unterterzen wo wir einen Kaffeehalt einlegten.

Nach einer Kaffeepause Weiterfahrt via Landquart – Prättigau – Flüelen- und Ofen Pass nach Müstair (ca. 220 km). Im Restaurant Chavalatsch gab es ein feines Mittagessen. Anschliessend besichtigten wir die Kirche des Benediktinerkloster St. Johann Müstair, welches gleich um die Ecke lag. Das Kloster gehört zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern der Schweiz und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Nach der Besichtigung setzten wir unsere Fahrt fort und erreichten via Glurns – Meran – Bozen – Brixen (ca. 135 km). Zimmerbezug und gemeinsames Abendessen im Residence Hotel Gasser****. Kulinarisch konnten wir uns auf eine wunderbare Woche einstellen, denn das Essen war einfach «bombastisch».

2. Tag | Montag, 2. September: Betriebsbesichtigung & Brixen (ca. 90 km)

Frühstück im Hotel. Um 8.00 Uhr Abfahrt vom Hotel nach St. Vigil in Enneberg zum Betrieb der Familie Martin und Silvia Deval. Der Betrieb befindet sich mitten im Dorf, umgeben von Hotels. Es ist ein ganz spezieller Bau und auch sehr teuer, über 2 Mio. Euro hat das Ganze gekostet, gemäss der Aussage von Martin Deval hatten sie auch diverse Auflagen, die sie einhalten und berücksichtigen mussten.

Auf dem Betrieb werden 35 Fleckvieh-Milchkühe sowie eigener Aufzucht gehalten. Der Stalldurchschnitt beträgt rund 10`000 Kg Milch.

Der Betrieb ist top modern eingerichtet - Fütterungsroboter von der Firma Wasserbauer. Weiter wird im dazugehörenden Garni auch «Urlaub auf dem Bauernhof angeboten».

Im Anschluss an die Betriebsführung gab es ein feines reichhaltiges Mittagessen und wir wurden kulinarisch so richtig verwöhnt.

Am Nachmittag fuhren wir wieder nach Brixen zurück. Unser Buschauffeur Rolf Brunner wählte den Weg über das Grödner Joch. Wir konnten ein wunderbares Bergpanorama inmitten der Dolomiten geniessen.

Zurück in Brixen ging es auf einen geführten Stadtrundgang. Brixen ist eine Barockstadt und liegt eingebettet zwischen den Flüssen Rienz und Eisach und ist von Kastanienhainen, Apfelwiesen und Weinbergen umgeben. Schon im Mittelalter machten viele Händler, Künstler und Reisende auf ihrem Weg zwischen Süden und Norden in Brixen Halt und hinterliessen Spuren; gotische Bauwerke, Gemälde aus der Renaissance und barocke Kirchen. Das Nebeneinander von italienischer Lebenslust und Südtiroler Gemütlichkeit, Laubengängen und idyllischen Gässchen verleihen Brixen eine ganz besondere Note.

Der restliche Nachmittag stand für eigene Erkundungen zur freien Verfügung. Am Abend gab es in unserem Hotel Grüner Baum wieder ein wunderbares Abendessen.

3. Tag | Dienstag, 3. September: Hausberg Plose & Weingut (ca. 120 km)

Nach dem Frühstück verliessen wir um 9.00 Uhr das Hotel und es ging hoch hinauf. Ob im Sommer oder im Winter: Der Hausberg Plose der Brixner ist eine Faszination für alle, die Sport und Erholung lieben. Wir freuten uns auf den einzigartigen Ausblick auf das Welterbe Dolomiten.

Mit der Seilbahn ging es auf 2050 m. Wer wollte, macht hier eine kurze Wanderung auf dem WoodyWalk, oder bis zur Ross Alm.

Um 11.45 Uhr gingen wir zum Mittagessen auf dem Berg im Restaurant La Finestra.

Anschliessend ging es mit der Gondelbahn wieder hinunter ins Tal und mit dem Bus entlang der Südtiroler Weinstrasse nach Kaltern.

Die Hügel um Kaltern sind vorwiegend mit der Vernatsch Rebe bepflanzt. Sie ist die älteste einheimische Rotweinsorte und die Grundlage für den bekannten Südtiroler Wein. Der Kalterer See wiederum liegt in einer weiten, von Weingärten und Obstkulturen bedeckten Senke und hat den Weinen der Lagen ringsum den Namen gegeben.

In dieser schönen Umgebung besuchten wir das Weingut St. Quirinus. Bei der anschliessenden Kellerei- und Weingutbesichtigung erfuhren wir Wissenswertes über den Südtiroler Wein. Das Weingut produziert seit 2013 biologische Weine.

Hier wurden wir mit Tiroler Köstlichkeiten (Brettljause) und erlesenen Weinen verwöhnt. Gegen Abend Rückfahrt nach Brixen. Gemeinsames Abendessen und Übernachtung im Hotel.

4. Tag | Mittwoch, 4. September: Meran (ca. 160 km)

Frühstück im Hotel. Um 8.00 Uhr Abfahrt Richtung Bozen nach Meran, wo wir eine geführte Stadtbesichtigung machten.

Meran ist eine Stadt und Gemeinde im Burggrafenamt in Südtirol. Sie ist mit rund 41`000 Einwohnern nach Bozen die zweitgrösste Stadt Südtirols, ihre Bevölkerung setzt sich etwa je zur Hälfte aus deutsch- und italienischsprachigen Bewohnern zusammen.

Mediterranes Klima und eine südländische Vegetation, eingebettet in eine prächtige Kulisse mit eindrucksvollen Bergspitzen - so präsentiert sich der traditionsreiche Kurort. Sein angenehm mildes Klima mit durchschnittlich 300 Sonnentagen pro Jahr und seine Vegetation mit Palmen und Zypressen verdankt Meran seiner geschützten Lage.

Nach der Stadtbesichtigung kurze Fahrt zum Schloss Trauttmansdorff. Gemeinsames Mittagessen im Restaurant Schlossgarten.

Am Nachmittag konnten wir die prächtigen Gärten von Schloss Trauttmansdorff, bei einem geführten Rundgang bewundern.

Die Gärten erstrecken sich auf einer Fläche von 12 Hektar in Form eines natürlichen Amphitheaters über einen Höhenunterschied von 100 Metern. Das eröffnet beeindruckende Perspektiven auf exotische Gartenlandschaften sowie atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Bergwelt und die Kurstadt Meran. Egal ob Jung oder Alt, Botanik- Experte oder Laie, die Gärten sind ein einzigartiger Mix aus botanischem Garten und Freizeitattraktion. Vielfältige Erlebnisstationen, eindrucksvolle Themengärten, Künstler-pavillons und thematisch verwandte Fauna machen aus den Gärten von Trauttmansdorff eine bunte Erlebniswelt.

Am späten Nachmittag Rückfahrt nach Brixen. Individuelles Abendessen in einem der schönen Restaurants. Übernachtung in unserem Hotel in Brixen.

5. Tag | Donnerstag, 5. September: Betriebsbesichtigungen (ca. 10 km)

Nach dem Frühstück fuhren wir um 9.45 Uhr mit dem Car zu der Firma Brimi wo wir zu einer Besichtigung erwartet wurden.

Seit 1978 wird hier Mozzarella produziert. Was anfänglich eine kühne Idee war, ist heute ein äusserst einträgliches Geschäft. Neben Mozzarella werden weitere Produkte wie Ricotta, Mascarpone, Rahm und Joghurt hergestellt.

1100 Südtiroler Bergbauern mit durchschnittlich 12 Kühen/Stall liefern jährlich ungefähr 100 Mio. kg Südtiroler Bergbauernmilch, davon 3 Mio. kg Biomilch. 185 Mitarbeiter zählt das Unternehmen. Märkte 80 % Inland, 20 % Export.

Nach der Besichtigung gab es eine Käse Degustation.

Nach dem Mittagessen fuhren wir zum Tschiedererhof zur Familie Jöchler nach Vahrn.

Der 200 Jahre alter Tschiedererhof liegt am Beginn des Eisacktals in Südtirol, dem Tor zum Süden. Die Familie Jöchler – führen den Hof in siebenter Generation. In den 1950er Jahren ist mit dem Gästehaus eine kleine Zimmervermietung dazugekommen. Seitdem gehen Landwirtschaft und Urlaub auf dem Bauernhof hier Hand in Hand: Auf den Feldern wachsen Wein, Obst und Gemüse. Greti und Florian veredeln die landwirtschaftlichen Erträge zu Wein, Marmelade, Säften usw. Der Hof liegt auf 600m Meereshöhe, an der Westseite der nach Süden hinauslaufenden Gletschermoräne. Insgesamt umfasst er 15 Hektar Land, von denen 6 Hektar landwirtschaftlich genutzt werden, ca. 4 Hektar Obstbau und 1 ha Weinbau sowie ca. 1 ha Gemüseanbau für die Direktvermarktung.

Die restlichen 9 Hektar sind Wald. Bewässert werden die Felder durch ein Bewässerungssystem mit dem klaren Quellwasser des Schaldererbachs.

Nach der Betriebsbesichtigung erwartete uns eine Bauernjause der eigens hergestellten Produkte. Der Familie liegt es am Herzen, dass bäuerliche Erbe im Wandel der Zeit zu erhalten und es mit zukunftsweisenden Facetten zu erweitern. Im Verlaufe des späteren Nachmittags Rückfahrt nach Brixen. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

6. Tag | Freitag, 6. September: Brixen - Graun/Reschenpass - Schweiz (ca. 420 km)

Nach dem Frühstück hiess es Abschied nehmen vom schönen Südtirol. Wir fuhren durch das Vinschgau bis zum Dorf Graun. Im Dorf steht ein kurioses Wahrzeichen; Ein Kirchturm, der einsam aus dem Wasser ragt. Er erinnert an eine wenig glorreiche Zeit. Als der Stausee am Reschenpass angelegt wurde, fiel ein Dorf den Fluten zum Opfer und die Bewohner mussten umsiedeln.

Heute sieht man von dem ehemaligen Dorf nur noch das obere Ende des Kirchturms. Im Hotel Traube Post am Reschen See gab es ein feines Mittagessen.

Am Nachmittag Rückfahrt in Richtung Schweiz. Wieder gut auf der Liebegg angekommen verabschiedeten wir uns voneinander, vollgepackt mit vielen schönen Erinnerungen, Eindrücken, Erlebnissen und schönen und geselligen Stunden die wir miteinander verbringen durften.

Pius Schmid, und der Gruppenabteilung von Twerenbold Reisen, danken wir herzlich für die wiederum sehr gute Leitung und Organisation und das abwechslungsreiche und vielseitige Programm.

Besten Dank auch an Rolf Brunner unserem Twerenbold – Reisebusfahrer für die einwandfreie, sichere und ausgezeichnete Fahrt.

 

Die Vereinsreise 2024 wird einmal mehr in bester Erinnerung bleiben.

 

Walter Brunner